Passepartoutschneider - Deutsche Pastell Gesellschaft

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Passepartout-Schneider (Profilia Präzisionslineal und Schneider von Maped; Passepartoutschneider von Logan, Modell 750) von Andreas Royé
Bei den eigenen Pastellwerken legt man sehr viel Wert auf ein gutes Gelingen und beachtet viele Einzelkomponente wie Motivwahl, Bildkomposition, Lichtverlauf, Tonwerte, Kontrast und vieles mehr.  Ist alles zur Zufriedenheit gelungen, sollte die gleiche Sorgfalt bei der Präsentation verwandt werden. So individuell das Kunstwerk ist, so sollte auch die Rahmung sein. Das Angebot an Rahmen und Passepartouts ist sicherlich ausreichend vorhanden, aber bei ausgefallenen Wünschen oder Abweichungen von Standardgrößen immer mit einem höheren Preisniveau verbunden. Auch wenn man keine Werkstatt zur Rahmenherstellung besitzt, wäre es in mancher Situation sinnvoll, ein Passepartout selbst zu wechseln - sei es wegen Verunreinigung mit Pigmenten oder dem Wunsch, den Gesamteindruck des Kunstwerkes zu verändern durch Wechsel der Passepartout-Farbe.
Mein erster Passepartout-Schneider war von der Firma Maped, bestehend aus dem Profila Präzisionslineal und zwei verschiedenen Präzisionsschneidern für 90° und 45° Schnitte. Über viele Jahre hat er mir große Dienste erwiesen und Preis-Leistung war sicherlich sehr zufriedenstellend.
Wie bei allen Passepartout-Schneidern sollte man großzügig beim Wechsel der Messer sein. Ein abgenutztes Messer führt zu unsauberen Schnittkanten. Es bedurfte immer einer großen Konzentration bei der Anwendung. Die Messpunkte, die auf der Rückseite des Passepartout-Kartons zur Anlage des Lineals aufgetragen werden, mussten für alle 4 Seiten festgelegt werden, einschließlich der Markierungen für Anfang und Ende des Schnittes. Die sichere Fixierung des Lineals und gleichzeitig den notwendigen Messerdruck zu erzielen erforderte eine gewisse Übung. Trotz aller Bemühungen kam es dennoch beim Ansatz des Schnittes oft zu einer leichten Ungenauigkeit. Je dicker der Karton, umso problematischer wurde es.
Aufgrund einer zunehmenden Anzahl von Zuschnitten, sei es Passepartouts, Rückwandkartons oder auch Kartonzuschnitte außerhalb der Pastellmalerei, erwarb ich einen Passepartoutschneider von Logan, Modell 750. Die oben beschriebenen Probleme sind bei diesem Schneider nicht mehr vorhanden. Auch die Festlegung der Schnitte sind bei diesem professionellen Gerät unproblematisch. Auf der Rückseite des Kartons bedarf es lediglich einer einzigen Markierung für den Anfang der ersten Schnittführung. Die Ansatz- und Endpunkte der folgenden Seiten als auch die Passepartout-Breite können mit Anschlägen und frei einstellbaren Führungs-Stoppern exakt festgelegt werden. Ob die beschriebenen Vorteile und die gute Präzision den fast 10-fachen Preis rechtfertigen, muss jeder für sich entscheiden. Die bei dem heutigen Modell mitgelieferten Aufsätze für Glasschnitt und Plexiglasschnitt waren bei meinem damaligen Kauf nicht vorhanden und können daher von mir auch nicht beurteilt werden.
Bei einem asymmetrischen Passepartout (Unterseite etwas breiter oder das Bildformat passt nicht exakt zur Rahmengröße) bedarf es auch bei diesem Schneider Änderungen in der Einstellung und die persönliche Fehlerquote erhöht sich.
Sollte jemand über die oben erwähnten Passepartoutschneider andere Erfahrung gesammelt haben oder weitere Produkte erwähnen, dann bitte ich um Zusendung der Information zur Integration in diesen Artikel.
 
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